Die „Grubentauber Schützen“ haben die erste Hürde auf dem langen Weg zum 100-jährigen Gründungsfest überwunden: Die vier Festdamen haben ihre Bereitschaft bekundet, dem Fest ihre besondere Note zu verleihen. Die Führungsriege der Grubentauber musste sich die Zusage der Festdamen allerdings hart erarbeiten.

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Schützenmeister bei (von links) Anni Bichlmeier (Trauermutter), Brigitte Stöbig (Festmutter), Sandra Aderbauer (Patenbraut) und Roswitha Heitzinger (Festbraut) für ihr Mitwirken beim 100-jährigen Gründungsfest.

Der Strauß für Angela Riedl (rechts) könnte ein Hinweis darauf sein, dass man ihren Ehemann, Bürgermeister Georg Riedl, ebenfalls noch ins Festgeschehen einbinden will.

Dass man bei einem Frauen-Kaffeeklatsch viele Neuigkeiten und auch Gerüchte zu hören bekommt, gilt als eine normale Angelegenheit. Nicht normal ist es allerdings, wenn diese Damen die kleinen und großen Schwächen des Schützenmeisters und weiterer Vorstandsmitglieder kennen und diese – sehr zur Freude der Zuhörer – auf süffisante Art und Weise zum Besten geben. Allerdings hatten auch die Damen nicht alles im Griff:

Eine Bowle, die nach ihren Meinungen nach Ananas, Erdbeere oder auch Kiwi schmecken sollte, entpuppte sich schließlich als das Waschwasser der Arbeitssocken von Schützenmeister Franz Pfeffereder.

Pfeffereder und Michael Schnell waren es dann, die in Gedichtform die Suche nach geeigneten Festdamen nachvollzogen und dabei die anspruchsvollen Kriterien nannten, die zu erfüllen waren, u.a. auch „dass sie geradeaus gehen können.“ Der Vortrag der beiden fand bei Brigitte Stöbig – sie war als Festmutter auserkoren -, Anni Bichlmeier (Trauermutter), Roswitha Heitzinger (Festbraut) und Sandra Aderbauer (Patenbraut) keinen Anklang.

Auch der Aufmarsch der (männlichen) „Ersatzfestdamen“ konnten die Auserkorenen nicht dazu bewegen, zu ihrer ehrenvollen Aufgabe „Ja“ zu sagen.

Zur ersten „Prüfung“ musste neben Franz Pfeffereder, Josef Niedermeier und Richard Edmaier auch Bürgermeister Georg Riedl antreten. Sie hatten die Namen der Festdamen auf eine Plakattafel zu schreiben und erwiesen sich dabei als nahezu perfekte Mundmaler.

Für „Sünden“ verschiedener Art mussten sich dann Peter Bichlmeier und Christian Schönhuber verantworten. Während sie eine brennende Kerze auf dem Kopf halten mussten, hatten Markus Reiter und Hans Stadler das sehr einseitige Vergnügen, die Kerze mit einer Wasserpistole auszublasen.

Wie bei jedem Festdamenbitten blieb den Bittstellern die schmerzhafte Prozedur des „Scheitlkniens“ nicht erspart. Erst als Michael Schnell, Franz Pfeffereder, Josef Niedermeier und Markus Reiter eine geraume Zeit das unbequeme Gehölz „genossen“ hatten, erbarmten sich die vier Damen und mit wohlgesetzten Versen nahm jede von ihnen das Ehrenamt an.

BiU
Sichtlich amüsiert betrachten die künftigen Festdamen die bittenden Schützen auf dem spitzen Holzscheit (von links) Michael Schnell, Franz Pfeffereder, Josef Niedermeier und Markus Reiter. Erst nach geraumer Zeit sagten sie „Ja“ zur Übernahme ihres Ehrenamtes.

Mit einer auf Grubentauber Verhältnisse „überarbeiteten“ Bayernhymne klang der offizielle Teil der Veranstaltung aus, bei der Fritz Kunschert aus Aidenbach für die musikalische Umrahmung sorgte.